Segelflugtage 1999
aktualisiert am: 28.10.07
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Berichte und Bilder der 3. Segelflugtage auf dem Bruderholz:
  • Wetterglück für 600 Segelflieger

  • BAZ 189 S.27

    In den vergangenen drei Tagen nutzten rund 600 Flugwillige die Gelegenheit, sich anlässlich der dritten Segelflugtage in Segelflugzeuge zu setzen und dabei einen etwas anderen Blick auf die Stadt zu geniessen.

    cf. Wer am Samstag im Gundeldingerquartier seinen Wochenendeinkauf besorgte, mag wohl nicht schlecht gestaunt haben, dass sich gegen das Bruderholz hin in regelmässigen Abständen Flugzeuge, genauer: Segelflugzeuge in den Lüften drehten.
    Manch einer hat sich daraufhin auf den Weg gemacht, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Schon bald darauf fand er sich auf einem Stoppelfeld nahe der Sternwarte wieder, wo die Segelfluggruppe beider Basel zum dritten Male die Segelflugtage durchführten. Und wer es noch genauer wissen wollte, was es mit der Segelfliegerei auf sich hat, liess sich mit 280 PS von einem 400 Meter langen Seil angezogen, hundert Meter in die Luft katapultieren, um in der Folge eine gemütliche, allerdings nur sehr kurze Sightseeing-Tour mit Ausblick auf die zu Füssen liegende Stadt zu unternehmen.
    Drei Minuten (höchstens!) dauert der Spass, der mit einer Landung der etwas spezielleren Art auf dem Stoppelfeld ziemlich abrupt endet.
    Auch wenn der etwas ruppige, unvermittelte Bodenkontakt des Flugzeugrumpfes jegliche Eleganz vermissen lässt, so ist der Spass in keiner Weise gefährlich, wie Fluglehrer Hans Steudler gegenüber der BaZ erklärt. Während der drei Segelflugtage sei jedenfalls noch nie was passiert.

    40 Franken für den Plausch

    Rund 600 Leute kamen in diesem Jahr in den Genuss eines solchen Fluges und nahmen dafür teilweise längere Wartezeiten in Kauf. Trotz nicht einhellig guter Prognosen hielt sich das Wetter über Erwarten gut. Am gestrigen Sonntagmorgen konnte, nachdem das Feld wieder ein bisschen abgetrocknet war, bereits um 9 Uhr morgens wieder gestartet werden. Die ersten Hobbysegler warteten bereits um
    7.15 Uhr auf den Start. Für diesen mussten übrigens 40 Franken bezahlt werden - ein Preis der angesichts der nicht alltäglichen Segelfluggelegenheit in Ordnung ist.

    Schwierige Sponsorensuche

    1987, 1992 und in diesem Jahr wieder Segelflugtage - die Intervalle der Segelflugtage sind gross, was verschiedene Gründe hat: Zweitens, so Steudler, hat der zuständige Bauer nicht immer ein Stoppelfeld anzubieten, und erstens reissen sich die Sponsoren nicht gerade um diese Segelflugtage. Steudler: «Es ist äusserst schwierig, einen Sponsor zu finden.» Doch für dieses Jahr hat es wieder geklappt, dank dem Einsatz eines Grossverteilers.

 

Fotos

Die Fotos wurden von Frau Sibylle Banholzer (Fluggast) zur Verfügung gestellt.