Segelflugtage 2002
aktualisiert am: 28.10.07
Impressionen Basler Zeitung Weitere Bilder Medienmitteilung Sponsoren Segelflugtage 1999
  Einige Impressionen eines Passagiers
(Fotos zur Verfügung gestellt von U. Ruf)










 

Berichte in der Basler Zeitung

  • BASLER ZEITUNG, Erschienen am: 17.08.2002

  • Lautlos über Teile der Stadt gleiten
    Wer Lust hat, kann heute Samstag und morgen Sonntag vom Bruderholz aus mit einem Segelflugzeug lautlos über Teile der Stadt Basel fliegen. Die Segelfluggruppe beider Basel macht den Spass möglich.



    Ein ganz besonderes Ereignis. Heute Samstag und morgen Sonntag finden auf dem Bruderholz die Segelflugtage statt; Geflogen wird von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Foto André Muelhaupt

    la. Es ist ein ganz besonders Vergnügen, das in der Regel nur wenigen vergönnt ist: Teile der Stadt ohne Lärm aus der Luft zu betrachten. Mit dem vierten Basler Segelflugtag ermöglicht die Segelfluggruppe beider Basel von gestern Freitag bis morgen Sonntag dies für jeden, der dazu Lust hat. Die Kosten für einen Flug belaufen sich auf 40 Franken. Geflogen wird von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Je nach Windverhältnissen dauert ein Flug zwei bis drei Minuten. Die Flugroute führt vom abgeernteten, improvisierten Flugfeld «Acht Jucharten», zwischen der Wilhelm-Denz-Strasse und der Sternwarte gelegen, über den Bahnhof SBB, das Gundeldingerquartier, den Zoo und zurück über Binningen. Die drei klassischen, zweisitzigen Segelflugzeuge vom Typ «Rhönlerche» bieten eine gute Rundsicht. Die gewählten Flugzeugtypen zeichnen sich durch gute Langsamflugeigenschaften aus. Sie werden von einer «TOST»-Doppeltrommelwinde in die Höhe gezogen. Nach dem Ausklinken sinkt das Schleppseil an einem kleinen Fallschirm für den nächsten Start zur Erde zurück. Als Piloten wirken erfahrene Fluglehrer, die nach Aussagen der Organisatoren über alle erforderlichen Stempel in ihren Ausweisen verfügen.

    Die Wetterbedingungen sind für die diesjährigen Flugtage günstig. Die Organisatoren rechnen damit, insgesamt bis zu 800 Flüge durchführen zu können. Im Jahre 1987 fand der erste Basler Segelflugtag statt. Damals wurde allerdings noch von der Giornicostrasse aus geflogen. Auf der Suche nach einem geeigneten Feld stiessen die Segelflieger 1992 auf den heutigen Flugplatz. Wer Lust auf das Segelfliegen hat und die diesjährigen Flugtage verpasst, wird dazu voraussichtlich erst wieder im Jahre 2006 Gelegenheit haben. Allzu oft könnten Flugtage aus Kostengründen nicht durchgeführt werden, erklärte Peter Bernardi vom Organisationskomitee.
    Wer sich für das Segelfliegen interessiert, kann sich am Rande des Flugfeldes durch Mitglieder der Segelfluggruppe und an Schautafeln informieren lassen. Informiert wird insbesondere auch über das Erlernen des Segelfliegens. Die Segelfluggruppe beider Basel operiert seit 1965 vom Flugplatz Schupfart aus. Gegründet wurde die Gruppe bereits 1931. Damals flog sie noch vom Gempen und vom Sternenfeld in Birsfelden aus.


  • BASLER ZEITUNG, Erschienen am: 19.08.2002

  • Ein Rundblick über Basel aus luftiger Höhe
    Am Wochenende fanden auf dem Bruderholz die vierten Basler Segelflugtage statt. Rund 800 Leute machten vom Angebot der Segelfluggruppe beider Basel Gebrauch, für 40 Franken ohne Motorengeräusch über Basel zu kreisen. Ein Augenschein.



    Aufstieg in den Himmel. Auf einer Höhe von rund 200 Metern klinkt der Pilot das Zugseil aus. Dieses fällt an einem kleinen Fallschirm zu Boden, von wo aus es für den nächsten Start wieder zum Startplatz gezogen wird. Foto Tino Briner

    la. Der Pilot, ein erfahrener Fluglehrer, sitzt bereits im Cockpit. Sein Passagier setzt sich auf den Sitz hinter ihm. Die Haube wird geschlossen. Zwei Flughelfer bringen das doppelsitzige Segelflugzeug vom Typ «Röhnlerche» in die exakt richtige Startposition. Einer klinkt das Zugseil ein, und schon funkt der Flugleiter die Bereitschaft zum Start an den in ungefähr 400 Meter entfernten Maschinisten an der Seilwinde.

    Nur wenige Meter wird das Segelflugzeug über den leicht abfallenden Boden gezogen. Schon hebt es vom Stoppelfeld ab und steigt steil in den Himmel hinauf. Das Erlebnis Segelfliegen beginnt.
    Für einen Grossteil der Passagiere ist es das erste das Mal, dass sie mit einem Segelflieger abheben. Auf einer Höhe von 180 bis 200 Metern klinkt der Pilot das Zugseil aus. Diese fällt an einem kleinen Fallschirm zu Boden, wo es für den nächsten Start von einem Traktorfahrer wieder zum Startplatz gezogen wird. Für die Passagierin oder den Passagier nehmen wunderbare Augenblicke ihren Anfang. Unten taucht der Bahnhof SBB auf. Das Ein- und Ausfahren der Züge lässt sich verfolgen. Schon bald ist der Zoo auszumachen.
    Es ist erstaunlich, wie viele Details sich aus luftiger Höhe beobachten lassen. Es herrscht weitgehende Ruhe im Segelflugzeug. Kein Motorengeräusch stört die Idylle. Nur der Fahrtwind ist zu hören. Der Verkehrslärm des Gundeldingerquartiers dringt nur schwach bis an die Ohren der Segelflieger. Schon dreht der Pilot wieder ein, um über Binningen auf das improvisierte Flugfeld auf dem Bruderholz zurückzukehren. Nach der sicheren Landung wartet bereits der nächste Passagier ungeduldig auf sein Flugabenteuer.

    Segeln, das besondere Erlebnis
    Ein ganz besonderes Vergnügen bereiteten die Flüge unmittelbar bei Sonnenuntergang. Beim Abflug war die Sonne bereits hinter dem Horizont verschwunden. Auf der Flughöhe war der rote Feuerball nochmals zu sehen und nach der Landung war er endgültig verschwunden. Viele der Passagiere hatten bereits mehrere Langstreckenflüge in Jets hinter sich. Alle aber fanden, Segelfliegen sei wirklich ein ganz besonderes Erlebnis, das sich mit dem Fliegen in Grossraumflugzeugen nicht vergleichen lässt.
    Für die Flugsicherung war der Tower des EuroAirport verantwortlich. Mit ihm musste Kontakt gehalten werden. Um den Flugverkehr nicht zu beeinträchtigen, hatten die Segelflugpiloten die Auflage, nicht mehr als 300 Meter über Boden zu steigen. So kam es zu keinen gefährlichen Annäherungen.

    Ohne ein Wölkchen am Himmel
    Den von der Segelfluggruppe beider Basel organisierten Segelflugtagen war ein voller Erfolg beschieden. Neben der tadellosen Organisation ist der Erfolg vor allem dem Wetter zuzuschreiben. Schon am Donnerstagabend beim Einfliegen herrschten gute Bedingungen. Freitag, Samstag und Sonntag durften ebenfalls von einem wolkenlosen Himmel profitieren. So konnte uneingeschränkt von Sonnenaufgang bis zum Sonnenniedergang und leicht darüber hinaus geflogen werden. Insgesamt leisteten sich 800 Leute für 40 Franken das besondere fliegerische Vergnügen.
    Am Samstag herrschte ein richtiges Gedränge am Tisch, an dem die Flugscheine ausgestellt wurden. Eine stattliche Gruppe Flugwilliger musste auf den Sonntagmorgen vertröstet werden. Heimatflughafen der Segelfluggruppe beider Basel ist Schupfart. Dort verfügt die Gruppe über 15 Segelflugzeuge und zwei Schleppmaschinen. Dort und in Fliegerlagern im In- und Ausland wird Ausbildung betrieben. Bereits ab dem 15. Altersjahr können sich Burschen und Mädchen zur Ausbildung im Segelfliegen melden. Je nach Talent kann das Segelflugbrevet mit einem Kostenaufwand von 7000 bis 8000 Franken erworben werden.

 

Weitere Bilder
von Christian Lang





















 

Medienmitteilung
(Vor dem Anlass)

Basler Segelflugtage
Seit über 70 Jahren ist die SEGELFLUGGRUPPE beider BASEL in der Region Nordwestschweiz präsent, von der Nachwuchsförderung bis zum Wettbewerbssegelflug. Vom 16. - 18. August 2002 werden nun zum 4. Mal die Basler Segelflugtage auf dem Bruderholz durchgeführt. Einem breiten Publikum wird der Segelflugsport auf attraktive Weise nähergebracht. Zu diesem Zweck wird an diesem Wochenende das Bruderholz zwischen Radiostudio und Sternwarte in ein Segelfluggelände verwandelt und Jung und Alt sind herzlich eingeladen. Erfahrene Piloten geben Auskunft von der Grund-Schulung, welche ab dem 15. Altersjahr ausgeübt werden kann, bis zum ambitionierten Wettbewerbs- und Kunstflug, Flugzeuge können von nahem betrachtet und befühlt werden, mit Fluglehrern sind Passagierflüge über der Stadt Basel möglich und für's leibliche Wohl in Form einer "Feldküche" ist ebenso gesorgt.
Im Publikums-Einsatz stehen 4 bewährte Doppelsitzer Segelflugzeuge vom Typ Rhönlerche, ein robustes Flugzeug, welches sich durch die ausserordentlich gute Rundsicht für den Passagier so-wie die Langsamflugeigenschaften für den Einsatz über dem Gundeli hervorragend eignet. Gestartet wird mit Hilfe einer Doppeltrommel-Winde, welche die Flugzeuge, einem Drachen gleich, in die Höhe schleppt. Diese Startart ist vom Energieverbrauch her sehr sparsam und verursacht nur sehr begrenzten Lärm. Diese oekologische Starthilfe wird bei uns vor allem in der Grundausbildung rege eingesetzt. An den letzten Segelflugtagen waren einige Tausend Besucher dabei und über 600 Baslerinnen und Basler haben die seltene Gelegenheit genutzt zu einem lautlosen Rundflug über's Gundeli, Bahnhof SBB, den Zolli.
Um einen optischen Eindruck zu bekommen, wie's dieses Jahr werden könnte, hier einige Eindrücke von den letzten Segelflugtagen.
am Freitag findet bei laufendem Betrieb auf dem Flugfeld ein Presseapéro statt. Sie haben die Gelegenheit, sich mit Informationen, Facts und selbstverständlich mit live-Eindrücken zu versorgen, um Ihre Beiträge rechtzeitig am Samstag publizieren zu können. Sie erhalten dazu noch eine separate Einladung mit den genauen Daten. Inzwischen möchten wir Sie einladen, Ihren Veranstaltungskalender rechtzeitig mit den entsprechenden Daten zu "füttern".

mit Vorfreude und bestem Gruss
Juerg Schweri Arbeitsgruppe Werbung/PR
Segelfluggruppe beider Basel

Internet: http://www.glidingbasel.ch

 

Sponsoren